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Das Kapital

Karl Marx beschreibt gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen. Welchen Effekt haben gewisse Regulierungen/nicht Regulierungen und  Veränderungen.

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Hörbuch Daten

  • Teil der Serie:
  • Teil:
  • Teile:
  • Leseart: Normal
  • Verfügbar als: Hörbuch
  • Abgeschlossene Serie:
  • Verfilmt: Nein

Meinung Rezensionist

Das Hörbuch ist zunächsteinmal sehr gut gelesen, gute Sprecher. Karl Marx sollte dem ein oder anderen ein Begriff sein. Er ist auch der Verfasser des "Manifest der kommunistischen Partei". Das Buch ist in einer gewissen politischen Richtung, wie zu erwarten, sehr beliebt. Deshalb musste ich da mal reinhören, so wie ich da gerne überall reinhöre, denn ich bin auf keine Lager fixiert, sondern höre mir alles an und denke dann selbst nach.

Im Endeffekt beschreibt Marx sehr stark die Veränderungen über die Zeit in England, im 19 Jhd.(1800 bis 1900). Er geht dabei sehr stark auf die Veränderungen in, welche durch die Industrialisierung einhergehen. Zwischenzeitlich gibt es aber immer wieder auch Ausflüge in andere Länder und Bereiche. Holland, Sklaverei etc.

Mit das Kapital, sind im Buch fast immer irgendwelche Firmenbesitzer gemeint. Die bekommen im Buch auch nicht ein einzig positives Wort ab. Man gewinnt den Eindruck, dass das komplett alles Ausgeburten des Bösen sind.

Generell gilt es auch zu beachten, was das generell für eine Zeit war, auch ohne das Kapital. Keine Frauenrechte, keinen Arbeitsschutz, generell wenig Rechte, kein Sozialstaat etc. Generell ist hier auch ein Blick auf den generellen Zustand dieser Zeit ganz gut.

Das Buch gilt es mit Intelligenz zu hören, ansonsten könnte der ein oder andere auf die Idee kommen, der Kommunismus oder die Rückkehr zum Bauernstaat wäre die Lösung. Dazu gibt es dann auch genügend Literatur und Beispiel, was dann passiert. Nehmen wir an, jeder Bürger hätte eine Farm mit 2 Hektar Land und würde diese bewirtschaften und davon leben.

Deutschland hat eine Fläche von 35.738.600 Hektar. Nehmen wir nun mal ideologischerweise an das wäre alles fruchtbarer Boden. Durch zwei geteilt, ergibt sich also Land für 17.869.300 Menschen. Die Effizienz des Anbaus sinkt enorm. So sind die momentan über 8 Milliarden auch nicht zu ernähren. Wir merken schon, das solche Ideen nicht einfach so übertragbar sind.

Es ist auf jeden Fall sehr interessant anzuhören was gemacht wurde und was das Resultat und die negativen Folgen waren. Ist der Kapitalismus nun die Wurzel allen Übels? Was war denn davor, wer hatte da das sagen? Wie war die Versorgung, der Lebensstandard und die demokratischen Verhältnisse? Ein sehr negativ eingestellter könnte nun auch sagen, das der Mensch an sich ein kaputtes System ist. Vor allem weil die, welche dagegen sind, wenn sie dann oben sind, oft genau das Gleiche veranstalten. Auch dazu gibt es viele Beispiele in der Geschichte, Staatsstreiche usw.

Radikal unregulierte Systeme funktionieren eben nicht, es sei denn Jesus ist der CEO. Allerdings wird heutzutage auch sehr oft der Fehler gemacht, mit Regulierungen dann zwar die Großen treffen zu wollen und dabei werden die Kleinen dann eher belastet. Beispiele sind die DSGVO und die geplante Aktiensteuer für kleine Privatanleger, welche da meist ihre Altersvorsorge planen. Große Firmen umgehen das dann wieder oder haben sowieso schon die Armee von Anwälten bereit. Gescheit zu regulieren ist schwerer als gedacht, vorallem weil es Zielgenau sein sollte. Andernfalls schwächt man den kleinen, erhöht Marktbarrieren, welche Diversität verhindert und festigt Mono und Oligopole.

Auf Banken wird hier im übrigen nur minimal eingegangen. 

Was mich ja immer mal interessieren würde ist das Experiment einer Firma in der wirklich jeder gleiche Rechte hat und Entscheidungen demokratisch sind. D.h. die Leute müssen über hoch komplexe Bereiche entscheiden, bei denen es für den Einzelnen abosolut unmöglich ist das nötige Wissen anzusammeln. Erinnert mich an Sahra Wagenknecht´s Buch. Allerdings wird da quasi der Chef demokratisch gewählt. Wäre spannend ob die Leute dann den wählen, der die Löhne erhöht oder nötige Maßnahmen ergreift, die auch weh tun können :)

Meine Vermutung wäre, dass das leider absolut fehlschlägt. Zumindest dann, wenn es sich um komplexere Bereiche handelt, also nicht nur den Verkauf von simplen Produkten. Das Mitspracherecht gibts so im Kommunismus übrigens absolut garnicht bzw. mir ist noch nie zu Ohren gekommen, das das irgendwo auf längere Zeit so war.

Jetzt wird es hier aber zu politisch,das war nicht der Plan. Wer sich dafür interessiert und ein langes Durchhaltevermögen, auch bei sehr trockenem Inhalt, hat, der kann sich das "Das Kapital" anhören. Durchaus sehr interessant, wenn mitgedacht wird. Es gilt zu beachten, dass dies nur der erste Band ist.

Rezensionist Gesamtwertung
7
Action
0
Gewalt
0
Spannung
0
Sex & Erotik
0

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